23
M
ADHS, Autismus und Ernährung
23.03.2016 06:05

Vor vielen Jahren war es die normalste Sache der Welt, bei einem Verdacht von ADS/ADHS die Ernährung umzustellen oder zu optimieren. Nach und nach geriet dieser Themenbereich in Vergessenheit und viele Mediziner vertraten die Ansicht, dass Ernährung in keinem Zusammenhang mit ADHS steht.

Vor vielen Jahren wurde bereits bei einem ADHS Verdacht die Ernährung umgestellt oder optimiert. Die Betroffenen von „damals“ waren glücklich mit dem Resultat und viele behielten die damalige Ernährungsform bei. Mediziner vertraten in den letzten Jahren immer wieder die Ansicht, dass Ernährung und ADHS Verhaltensweisen in keinem Zusammenhang stehen. Heute wendet sich das Blatt wieder und auch viele Mediziner sind heute zu der (wieder) Erkenntnis gelangt, dass eine Ernährungsoptimierung ja zumindest nicht schaden kann.

Es hat sich immer wieder gezeigt, dass Menschen mit ADS/ADS und Autismus ungünstig auf Weißmehlprodukte wie auch Kasein reagieren. Viel Betroffenen fühlen nach dem Verzehr von Weißmehl schlapp, müde, antriebslos oder haben das Gefühl „in ihrem Kopf ist Watte“.

Die Tatsache, dass ADS/ADHS ungünstig auf Zucker reagiert ist keine Neuheit, wird aber leider nicht ausreichend gewürdigt. Zucker lässt „Zappelkinder“ zappeln und dies betrifft auch Erwachsene.

Das Augenmerk ist ebenfalls auf Eier und Kuhmilch zu legen. Auch hier besteht eine überzufällig häufige negative Reaktion nach dem Verzehr.

Dr. Harald Blomber, ein schwedischer Psychiater erklärt in seinen Büchern den Zusammenhang mit zwischen Ernährung und ADHS, Autismus, Legasthenie und anderen Verhaltensweisen. Er und viele seiner Kollegen gehen davon aus, dass Gluten und Kasein eine Entzündung im Gehirn verursacht, welche wiederum zu den typischen Verhatlensweisen führen. Er therapiert seit über 30 Jahren autistische Menschen wie auch Menschen mit ADHS, Schizophrenie & Co. indem er sie auf eine Gluten - und Kaseinfreie Kost setzt, und dies mit nachweisbaren Erfolgen. Seiner Aussage zu Folge, werden die Gehirne der Betroffenen regelrecht überschwemmt von Kasein - und Glutenproteinen, was wiederum andere Mechanismen anregt, wie u . a die Tatsache, dass Glutamat nicht in GABA umgewandelt werden kann. Glutamat ist ein "anfeuernder" Botenstoff im Gehirn und muss, damit ein Gleichgewicht vorhanden ist in GABA "zügelnder Botenstoff" umgewandelt werden. Dieser Mechanismus ist eingeschränkt, was sich in Unruhe, Überforderung, Zappeligkeit und Rückzug durch Reizüberflutung zeigt.

Darüber hinaus stehen u. a Zitrusfrüchte, Steinobst und Tomaten wie auch Paprika im dringenden Verdacht, ADHS/Autismus- Verhaltensweisen ungünstig zu beeinflussen, wie auch der künstliche Süssstoff "Aspartam".

Die Uniklinik – Freiburg beschäftigt sich intensiv mit der Thematik ADHS und Ernährung und man kann auf die neuen Forschungsergebnisse gespannt sein.

Außerdem sind die Vitamine und Mineralstoffe bei ADHS und Autismus im Auge zu behalten. Überzufällig häufig liegt eine Mangel an B - Vitaminen vor, der dann u. a Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Antriebslosigkeit und depressive Verstimmtheit verursachen kann. B- Vitamine sind wichtig, um die Produktion von L- Tryptophan anzuregen, welches wiederum für die Serotonin – Produktion zuständig ist. Serotonin regelt u.a den Schlaf – Wach – Rhythmus, der gerade bei ADHS oftmals aus dem Gleichgewicht gerät.

Auch Eisen steht im Verdacht, bei Menschen mit ADHS nicht ausreichend zur Verfügung zu stehen.

Uniklinik Freiburg

Kommentare