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Ernährung bei Lernschwierigkeiten, ADHS, Autismus
01.05.2016 11:42

Viele Menschen mit ADHS, Autismus, Lernschwierigkeiten weisen häufig eine Nahrungsmittelunverträglichkeit auf. Diese Nahrungsmittelunverträgleichkeit oder Senisbilität bleibt von den Betroffenen oft unbemerkt, da sie keine "krankheitstypischen" Symptome entwickeln müssen. ( Dr. Harald Blomberg )

"Darm und Gehirn stellen eine unzertrennliche Beding dar", die immernoch unterschätzt wird, wobei dieser Zusammenhang seit mehr als 200 J beobachtet wird. In den letzten 50 J gab es in diesem Zusammenhang einige wenige ernsthafte Studien, die die Verbindung best. psychischer Auffälligkeiten und Ernährung nachweisen konnten.

Eine dieser ernsthaften Studien stammte von dem Psychiater F.C Dohan, der belegen konnte, dass Menschen mit psychischen Auffälligkeiten durch eine Ernährungsumstellung, die gluten - und kaseinfrei war, viel schneller geheilt werden konnten, als die Kontrollgruppe dieser Studie. Eine weitere Studie betraf eine Bevölkerungsgruppe in Neuguinea, die niemals Getreide zu sich nahmen und keinerlei psychische wie gravierende körperliche Erkrankungen aufwiesen. Nachdem dort nun Getreide eingeführt und auf dem täglichen Speiseplan stand, entwickelten sich in rasanter Geschwindigkeit viele psychische wie körperliche Krankheiten.

Ebenfalls konnten Studien belegen, dass viele autistische Kinder wie auch Kinder mit ADHS Verhaltensweisen überzufällig häufig an Darmproblemen leiden und Nahrungsmittelunverträglichkeiten aufweisen. Es konnten Entzündungsherde in bestimmten Hirnarealen ausfindig gemacht werden, die aufgrund einer gestörten Enzymbildung entstehen. Diese Enzyme können nicht oder nicht ausreichend gebildet werden und sind Mitbestandteil einer optimalen Verdauung.

Bei vielen dieser getesteten Kinder entwickelt sich ein "Leaky - Gut - Syndrom", der "durchlässige Darm", der heute immer verbreiteter ist. Bei einem "Leaky Gut" wird die Darmwand durchlässig für Bakterien und unverdaute Nahrungsbestandteile, die dann in den Blutkreislauf und somit auch in das Gehirn gelangen und Entzündungsvorgänge in Gang setzen. Das "Leaky - Gut" wird verursacht, wenn die körpereigene Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten ist und sich hier nun mehr schädliche Bakterien wie "gute" Bakterien ansammeln. Ein "Leaky - Gut - Syndrom" ist nicht ursächlich für einen Autismus oder ADHS Verhaltensweisen - also nicht der Grund dafür. Diese Kinder und Erwachsenen weisen allerdings oftmals ein geschwächtes Immunsytem auf und somit können die ins Blut transportierten Stoffe nicht optimal verarbeitet werden. Es kommt u. u zu Allergien, Konzentrationsschwäche, Unruhe, Müdigkeit, Neurodermitis.

Somit ist eine gesunde Darmflora das A und O für einen gesunden Körper und eine gesunde Psyche. Die Darmflora ist ernährungsabhängig und lässt sich somit u. a durch bestimmte Nahrungsmittel positiv wie auch negativ beeinflussen.

Ein weiterer Faktor für die geschädigte Darmflora stellt u. a das Gliadin dar. Gliadin ist ein "Bestandteil" von Gluten und u.a in Weizen, Roggen und Gerste enthalten. Gliadin bildet Zonulin, dass wiederum die Darmschleimhaut durchlässig macht.

Symptome können sein

- Verstopfung / Durchfall

- Blähungen

- chronische Müdigkeit

- Abgeschlagenheit

- Konzentrationsschwäche

- Kopfschmerzen

Durch das Leaky - Gut verursachte Folgen können zudem sein

- Neurodermitis

- Rheuma

- Reizdarm - Syndrom

- Arthritis

Eine Besserung des Leaky - Gut Syndrom kann durch eine angepasste Ernährung und eine Darmsanierung erreicht werden. Es sollte eine individuelle Ernährungsberatung erfolgen, mit einem Ernährungsprotokoll bei dem ebenfalls die individuellen Symptome berücksichtigt werden. Beispielsweise sollte auf Gluten ( vor allem Weismehl ), Konservierungsstoffe, Farbstoffe und Zucker verzichtet werden.

Ebenfalls prädestiniert für körperliche wie psychische Auffälligkeiten kann das Kasein sein. Kasein ist Bestandteil von Milch - Milchprodukten. Hierbei muss individuell geprüft werden, ob nur die Kuhmilchproteine Beschwerden verursachen oder auch Soja, Ziegenmilch und ander Milchsorten. Der geschädigte Darm ist in diesem Fall nicht fähig, diese Proteine zu Aminosäuren ( kleinere Bruchstücke ) aufzuspalten. Es bilden sich ganze "Ketten" dieser Proteine und führen wieder zu Entzündungsvorgängen in Darm und Gehirn.

 

 

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