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frühe Anzeichen für eine eventuelle Legasthenie
13.02.2017 06:37

Eine Legasthenie kann man in Deutschland erst sicher nach Ende des 1. Schuljahres, bzw Mitte des 2. Schuljahres diagnostizieren. Andere Länder sind uns ein Stück voraus und stellen eventuelle Diagnosen bereits früher, was diesen Kindern eindeutig zu Gute kommt.

Dennoch gibt es einige "sichere" Frühwarnzeichen, die eine eventuelle Legasthenie bereits im Kindergartenalter annehmen lassen.

Das Training bei Legasthenie führt dann zum Erfolg, wenn die inviduellen Förderungen so früh wie möglich ansetzen - also u. U schon im Kindergartenalter.

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Anzeichen einer eventuellen Legasthenie

- das Kind lernt sehr spät sprechen

- das Kind spricht sehr undeutlich ( verwaschen, schwammig, unklar )

- viele Mittelohrentzündungen

- das Kind hat Probleme mit Abläufen, z. B Tagesablauf aber auch in Spielen ( Perlen auffädeln, Musterreihen fortsetzen )

- das Kind hat Probleme, Kinderlieder auswendig zu lernen. Die Melodie klappt vielleicht aber nicht der Text

- motorische Auffälligkeiten wie z. B zappeln, nicht ruhig stehen können, sehr häufig hinfallen, Kopf stoßen, anderen Kindern "zu nahe" kommen - Entfernung nicht abschätzen können

- das Kind vertauscht Begriffe

- das Kind "findet" bestimmte Begriffe nicht

- große Schwierigkeiten mit Kinderreimen oder Schwierigkeiten Reimworte zu finden

- das Kind hat Schwierigkeiten mit Richtungen, z. B oben/unten, re/li

- sehr kreativ und viele Ideen

- Krabbelphase übersprungen oder "komisch" krabbeln

- Muster können nicht erkannt werden und nicht/nur sehr schwer nachgezeichnet werden

- malen / basteln wird gemieden

- das Kind mag keine Puzzel

was tun?

Oftmals versuchen diese Kindern, z. B basteln, malen und reimen aus dem Weg zu gehen und vermeiden auch im Kindergarten oft malen und basteln. Oftmals wird diesem Vermeidungsverhalten nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt und die Kinder dürfen sich ihre Aktivitäten selber aussuchen. Hier geht es aber eben häufig nicht nur um "mag" ich nicht, sondern eher um "vermeide" ich. Eltern und Erzieher sollten hellhörig werden, wenn Kinder prinzipiell alles vermeiden, was mit malen, Symbolen und Kinderreimen zu tun hat.

Ein guter Vorschulunterricht ist wichtig, in dem nicht nur Buchstaben und Zahlen gelernt werden, sondern ebenso der Blick auf die Sinneswahrnehmungen und eventuelle Wahrnehmungsfehler gelenkt wird. Werden diese Wahrnehmungsfehler frühzeitig erkannt, kann hier gegengesteuert werden. Ebenso sollte das Training der Wahrnehmungen prinzipiell in einem Kindergartenalltag integriert sein.

Legasthene Kinder haben eine "veränderte" Wahrnehmung, und diese kann frühzeitig und kindgerecht "nachtrainiert" werden, um die Schulzeit entspannter und erfolgreicher zu gestalten.

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