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Lernblockaden - blockiertes Hirn
13.04.2016 16:11

Lernblockaden sind keine Seltenheit und haben wohl fast von jeden schon einmal heimgesucht. Lernblockaden zeigen sich aber nicht nur in Rechenschwäche, Schreibschwäche oder Black – out.

Lernblockaden sind ein häufiges Phänomen und haben wohl fast jeden schon einmal heimgesucht. Dennoch sind viele Eltern verunsichert, ob ihr Kind an einer Lernblockade „leidet“, wie sie zu erkennen ist und was sie dagegen machen können.

Eine Lernblockade zeigt sich nicht nur in Schreib – und Rechenproblemen oder Blackout, sondern auch in Verhaltensauffälligkeiten wie Aggression, Angst oder Wut aber auch in Bewegungsstörungen. Wichtig ist zu erkennen, dass das Kind oder der Jugendliche in diesem Moment nicht anders handeln und reagieren kann, wie er reagiert, da sein Gehirn schlicht blockiert – das Kind/Jugendliche hat keinen Zugriff mehr auf wichtige, „logische“ Gehirnzentren, wie z. B das Frontalhirn.

Bei einer Lernblockade blockiert das Gehirn und alle „logischen“ Zentren sind ausgeschaltet, da sich der „Kampf – Flucht – Modus“ eingeschaltet hat. In diesem Fall kann das Kind / Jugendliche nur mit Kampf ( Aggression ) oder Fluch ( Rückzug ) reagieren. Wenn sich Eltern diesen Naturgegebenen Prozess vor Augen führen, sind sie besser in der Lage zu helfen und einen objektiven Blick zu bewahren.

Lernblockaden sind vielfältig









 

  • Sinn eines Textes nicht erfassen
  • Monotones Lesen
  • Buchstaben nicht einprägen können
  • Probleme mit Zahlen





 

  • Aggressionen, Wut
  • Angst, Schulverweigern
  • Mangelndes Selbstvertrauen

Eine Lernblockade entsteht, wenn nicht mehr auf wichtige Areale im Gehirn zugegriffen werden kann. Die Vernetzungen im Gehirn machen „Pause“ oder sind viel zu langsam. Es kann aber ebenso gut sein, dass bestimmte Verknüpfungen im Gehirn noch gar nicht entwickelt sind und dass auf diese Weise „Schlaglöcher“ entstehen. Ist das Gehirn mit seinen vielen unterschiedlichen Arealen nicht optimal vernetzt, fehlen diese Verbindungen und lesen, schreiben, rechnen kann nicht gelernt werden.

Ein weiterer Grund kann sein, dass dem Kind/Jugendlichen einfach die für ihn passende Lernmethode fehlt. Der Mensch und das Gehirn ist individuell und immer unterschiedliche – eine Lernmethode, mit der Schüler a. zum Erfolg kommt, kann für Schüler b. der Untergang sein.

Ebenfalls möglich ist Stress. Stress kann den Kampf – Flucht – Mechanismus auslösen und „Unmengen“ an Stresshormonen freisetzen. Diese Stresshormone blockieren aber wiederum die „logischen“ Gehirnzentren – im Kampf brauchte man früher nicht logisch denken, sondern kämpfen (oder fliehen).

Rechts – links – Blockade:

Es arbeiten nicht beide Gehirnhälften optimal zusammen. Auffälligkeiten können sein ungenaues lesen, raten, Buchstaben nicht erkennen, Lese – Rechtschreib – Matheprobleme, rechts – links verwechseln, Schwierigkeiten Gehörtes wiederzugeben, visuelle Probleme, Kreise nur in eine Richtung malen können, die Augen „springen“ in der Mittellinie dadurch schlechte Schrift, zu viel Druck beim Schreiben.

Vorne – hinten Blockade:

Im unblockierten Gehirn können Anspannung und Entspannung abwechseln. Auffälligkeiten können sein keine Beteiligung am Unterricht, eher passiv und verträumt oder immer mit dabei und vorschnell, schnell überfordert und gestresst, Anschein einer Hyperaktivität oder Hypoaktivität, Unflexibilität, Aggressionen, falsches Abschreiben.

Oben – unten Blockade:

Emotionen können im Zaum gehalten werden und angemessene Reaktionen sind möglich. Auffälligkeiten können sein beim Sitzen den Fuß um das Stuhlbein winden, „Lümmelhaltung“ beim Schreiben, schlechtes Gleichgewicht, schlecht mit Kritik umgehen, alles auf sich beziehen, unsicher, nichts zutrauen, schlechtes Benehmen, Schwierigkeiten Dinge nachzuvollziehen.

Hilfe bei Legasthenie und Lernblockaden

 

Schädliche Lernmethoden

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