Rhythmisches Bewegungstraining

Das rhythmische Bewegungstraining geht zurück auf Dr. Harald Blomberg, einem schwedischen Psychiater. Dr. Blomberg therapiert seit ca. 30 Jahren ( Praxis in Stockholm )u. a Menschen mit AD(H)S, Autismus, Legasthenie und anderen Lern – und Verhaltensauffälligkeiten wie Sprachverzögerungen und Entwicklungsverzögerungen.

Es ist seit langem belegt, dass viele Lern – und Verhaltensauffälligkeiten wie z. B AD(H)S, Autismus und Legasthenie auf „Restbestände“ frühkindlicher Reflexe zurückzuführen sind.

Frühkindliche Reflexe ermöglichen dem Baby das Überleben und die Anpassung an die neue Welt in den ersten Monaten. Frühkindliche Reflexe sind nicht willentlich steuerbar, sollten zu einem bestimmten Zeitpunkt vorhanden sein und zu einem bestimmten Zeitpunkt integriert, bzw gegen „reife“ Reflexe ersetzt sein.

Damit dieser Prozess gelingt, sind bestimmte Bewegungen des Babys notwendig, die in einer bestimmten Stärke, in einem bestimmten Zeitfenster und in einer bestimmten Häufigkeit auftreten müssen. Durch diese Bewegungen werden a. die Reflexe integriert und es können „reife“ Reflexe gebildet werden ( willkürliche Bewegungen ), b. das Gehirn des Babys wird untereinander vernetzt, c. die weitere Entwicklung wird angeregt, d. die Sinneswahrnehmungen werden trainiert.

Kommt es, aus welchen Gründen auch immer, nicht zu einer vollständigen Integration der frühkindlichen Reflexe, können sich alle anderen Reflexe nicht optimal entwickeln und „pfuschen“ sämtlichem Lernen, bewegen, wahrnehmen dazwischen – das Kind kann sich nicht optimal entwickeln und das Gehirn wird „fehlerhaft“ vernetzt.

Damit Lernen gelingen kann, ob lesen, schreiben, rechnen, sehen, Regeln befolgen, soziale Kompetenzen entwickeln, Sprechen oder Gleichgewicht, ist der Mensch auf optimal entwickelte „reife“ Reflexe angewiesen, sowie darauf, dass das Gehirn und alle unterschiedlichen Gehirnareale lückenlos und stark vernetzt werden – sonst entstehen „Schlaglöcher auf der Autobahn“. Darüber hinaus ist Lernen und Verstehen ein komplexes Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Sinneswahrnehmungen ( hören, sehen, fühlen, Gleichgewicht, Tiefenwahrnehmung ) und dieses System ist anfällig für Störungen. Da das Wahrnehmungssystem zusammenarbeitet und einen Kreislauf darstellt, kommt es zu Fehlern in diesem System, wenn auch nur eine Wahrnehmung nicht optimal ausgebildet und trainiert ist, z. B

  • Buchstaben vertauschen
  • Langsames, monotones Lesen
  • Regeln nicht verstehen und nicht einhalten
  • Legasthenie
  • AD(H)S
  • Sprachstörungen
  • Extreme Schüchternheit
  • Schlafschwierigkeiten
  • Gleichgewichtsprobleme
  • Schwierigkeiten mit anderen Kindern

Das rhythmische Bewegungstraining sorgt für eine optimale „Verschaltung“ aller Gehirnareale, sorgt somit für einen optimalen Austausch der Informationen untereinander, integriert die „Restbestände“ der frühkindlichen Reflexe, trainiert die „reifen“ Reflexe und schafft neue Nervenverbindungen im Gehirn.

Das rhythmische Bewegungstraining wird „passiv“ wie auch „aktiv“ durchgeführt. Bei der passiven Variante hilft eine andere Person bei den Übungen, bei der aktiven Variante vollführt der Betroffene eigenständig die Übungen.

Erfolgreich eingesetzt werden die Bewegungsübungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen u. a bei

  • ADHS
  • Autismus
  • Sprachstörungen
  • Legasthenie
  • Dyskalkulie
  • Entwicklungsverzögerungen aller Art

 

Die regelmäßig durchgeführten rhythmischen Bewegungsübungen verbessern durch die neue und optimale Vernetzung der Gehirnareale u. a Impulskontrolle, Emotionen, Sprache, planen, organisieren, Konzentration, Fähigkeit mit Buchstaben und Zahlen umzugehen, soziale Kompetenzen, Wohlbefinden, Stressregulation.

Das rhythmische Bewegungstraining in Anlehnung an Dr. Blomberg ist keine Therapieform sondern eine individuelle Unterstützung die, nach einer ausführlichen Förderdiagnostik, auf jeden Menschen individuell zugeschnitten wird. Nach der ausführlichen ( ca. 2 Std ) pädagogischen Förderdiagnostik wird ein individueller Bewegungsplan erstellt, deren spezielle Übungen sie zu Hause durchführen ( täglich 10 Min ). Einmal im Monat wird der Bewegungsplan überprüft, erweitert und neu angepasst.

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Zusammenhang frühkindliche Reflexe und ADHS, Legasthenie, Autismus & Co.
wasfrhkindlichereflexemitlegasthenieadhsundcozutunhaben.pdf [202 Kb]
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